Sie sind hier: / Sporttipps / Schwangerschaft und Fitness
Schwangerschaft und Fitness
3. Dezember 2011 von fitkurs.de Kommentar abgeben
„Essen für zwei“, so lautete die Devise für werdende Mütter im vorigen Jahrtausend. Nicht zuletzt durch dem Vorbild schlanker Hollywood-Mamis hat sich das Bild von schwangeren Frauen geändert.
Während noch vor knapp 10 Jahren viele schwangere Frauen mitunter fast so behandelt werden, als wären sie mit einer mitleidserregenden Krankheit infiziert, so sehnt sich die werdende Mutter von heute nach einem leistungsfähigen und fitten Körper.
Und das ist auch gut so, denn die eigentliche Last der Schwangerschaft ist die körperliche Passivität. Diese begünstigt das Entstehen von Übergewicht, Bluthochdruck und Gelenkschmerzen während der Schwangerschaft. Studien haben außerdem gezeigt, dass Sport eine komplikationsfreie Geburt begünstigen kann.
Wenn Sie bisher noch nie regelmäßig Sport getrieben haben, können Sie trotzdem während der Schwangerschaft damit anfangen. Es gelten die gleichen Regeln wie auch für nicht schwangere Frauen. Klären Sie zuerst eventuelle Fragen mit ihren Arzt ab. Ferner gilt: Lassen Sie es langsam angehen und geben Sie sich Zeit, sich an die neue körperliche Belastung zu gewöhnen.
Ein verbreiteter Irrglaube ist, dass werdende Mütter kein Krafttraining betreiben sollte. Es stimmt zwar, dass der Körper während der Schwangerschaft vermehrt ein Hormon ausschüttet, das die Bänder dehnbarer macht, um die Geburt zu ermöglichen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Ihre Bänder zu schwach für ein regelmäßiges Fitnesstraining sind. Eine Studie, die zu Beginn des Jahres an der Universität von Georgia, USA, durchgeführt wurde, zeigte, dass selbst Fitness-Anfänger während der Schwangerschaft ohne Komplikationen ein moderates Hanteltraining durchführen konnten.
Sofern Ihnen das kleine ungeborene Leben nicht zu sehr auf die Blase drückt, müssen Sie in der Schwangerschaft auch nicht auf Jogging verzichten. Ab einer gewissen Größe kann es jedoch unangenehm sein, den Babybauch beim Traben vor sich her zu tragen. Zum Ende hin müssen Sie deshalb vielleicht auf Schwimmen oder den Crosstrainer ausweichen. Aber das ist keineswegs als körperliche Schwäche zu sehen, sondern schlicht der Weg der Natur.
Wie Sie sehen, können Sie trotz des anstehenden Mutterglücks ihre sportlichen Ambitionen zum großen Teil weiter verfolgen. Lediglich von Übungen wie Chrunches oder Sit-Ups sollten Sie absehen. Und zwar nicht, weil Sie ihr Baby im Bauch zerquetschen könnten, sondern weil ihr wachsender Mutterbauch ihre Hohlvene etwas abdrückt. Und wenn Sie dazu noch eine Chrunch-Bewegung ausführen, kann das schnell zum Schwindelgefühlen und Ohnmächtigkeit führen.

