Backstage Matte, oder: Wie werden eigentlich die fitkurs-Videos produziert?

Es ist ein Leichtes, so könnte man meinen, die Videos von fitkurs anzuschauen und die Bewegungsfolgen mitzumachen. Matte gerollt, Computer gestartet, Film ab. Heute, morgen, übermorgen wieder. Easy Sache.

Wenn die Filme online stehen oder in den kostbaren Minuten, in denen sie über Deinen Bildschirm flimmern, hast Du sicherlich genug damit zu tun, Dich zu motivieren, und Dich auf das ja gar nicht so leichte Abgleichen der eigenen Bewegungen und Positionen mit den gezeigten zu konzentrieren. Mir geht das ganz genauso.

Wie aber entstehen eigentlich die Videos? Irgendwer muss sie ja auch produzieren? – Auch wenn ich mittlerweile alle Videos kenne und schon durchprobiert habe – schließlich begleite ich fitkurs schon seit 2016 als ‚flinke Feder‘ –, war ich selbst noch nie hinter den Kulissen des Drehs. Umso mehr habe ich mich gefreut, als sich endlich einmal die Zeit fand, bei einem Video-Dreh mitzumachen.

Produktion Yoga Videos bei fitkurs.de
Carsten bei der Arbeit. Er dreht die fitkurs-Videos alle selbst. (Foto: Nic Leonhardt)

Der Dreh fand im einladenden Yoga-Studio friedrich31 der Trainer Alexander Brandt und Nico Glökler in Erlangen statt. Mit ihnen arbeitet fitkurs schon lange. Alex und Nico sind nicht nur passionierte Yogis, sondern auch gute Anleiter; ihr Studio in der putzigen fränkischen Stadt ist eine helle, freundliche Oase der Ruhe und positiver Energie. Einfach perfekt für einen Drehtag, der zum Ziel hat, kurze Sequenzen für Dein Wohlbefinden daheim zu produzieren.

Carsten Merz, der Inhaber von fitkurs, filmt übrigens alle Videos selbst. Er verfügt über eine beeindruckende Ausstattung: Kameras, Leuchten, Mikrofone. Hat er alles mitgebracht.

Zum Start des Drehs ist nur Alex zugegen, später wird noch Anika hinzukommen, die ebenfalls im friedrich31 als Instruktorin tätig ist, und mit der wir auch gleich zwei schöne Folgen drehen. Es wird heute ihr Debut vor der Kamera sein! Auf der Tagesordnung stehen kleine 12-Minüter für das neue Programm „Meine 12 Minuten“.

Produktion Yoga Videos bei fitkurs.de
‚Testtesttest’: Sound-Check vor dem Dreh; Alex schon im Element (Foto: Nic Leonhardt)

Wir bauen alles auf, justieren die Beleuchtung. Alex ist gut vorbereitet und hat eigene Ideen mitgebracht. Er ist ein Profi. Regie führen wir eigentlich gemeinsam, jede/r bringt Überlegungen ein. Carsten macht den Kameramann. Versiert ist er. Carsten und Alex sind konzentriert, aber sehr locker in dem, was sie tun. Ganz so, als hätten sie nie etwas Anderes gemacht.

Alex setzt sein Headset auf, klemmt die Kabel so, dass sie ihn nicht beim Praktizieren stören, zündet große Kerzen an, die seiner Yoga-Matte eine hübsche Aura verleihen und das Lächeln der im Raum ruhenden Buddha-Figur noch mehr zum Leuchten bringen; der Ton wird überprüft, und dann geht es los.

Der kurze Film „Die ärgerliche Katze“ bildet den Anfang des heutigen Drehtags, es folgen einige weitere Takes mit anderem Fokus. Jetzt sehe ich Alex, den ich selbst ja sonst nur vom Bildschirm kenne, einmal live agieren: Da fließt er auf seiner Matte von einem ins andere Asana, erklärt, macht Scherze, – alles ist erlaubt, alles ist gut. Wir haben alle Drei große Freude an dieser Arbeit. (Darf man „Arbeit“ sagen, wenn sie Freude macht? Oh ja, man darf!) Später kommt noch Anika dazu. Sie hat ganz eigene Bewegungsfolgen für den Dreh im Kopf, richtet sich auf der Matte ein, auch hier der Sound-Check, ­ und dann führt sie uns durch die Folgen, ganz so, als gäbe es die Kamera nicht.

Produktion Yoga Videos bei fitkurs.de
Gleich bei ihrem Video-Debut ein Profi: Annika beim Twist (Foto: Nic Leonhardt)

Es ist beeindruckend, wie Alex und Anika es schaffen, gleichzeitig die Übungen auszuführen und sie uns zu erklären. Ich habe viele Film- und Serien-Drehs fürs Fernsehen mitgemacht und weiß, wie lange es dauernd kann, bis eine Szene ‚im Kasten’ ist. Aber in diesem Studio hier brauchen wir von keiner einzigen Szene eine zweite Aufnahme.

Wir machen nicht viele Pausen, eigentlich nur eine, in der wir das Studio verlassen, und in der wir bei einem Kaffee über Gott und die Welt, Yoga und unsere Leben, über fitkurs sprechen. Die anderen kurzen Pausen nutzen wir zum Besprechen, Stretching, Tee trinken; ich lasse mir von Alex ein paar Tipps zur schonenden Ausübung einiger Asanas geben; wir plaudern, tauschen uns aus – eigentlich ist es wie unter Freunden auf der Freibadwiese.

Wer Bewegung liebt und über sie schreibt, so wie ich das tue, kann natürlich nicht stillsitzen, wenn sie Aktive beobachtet – (sind die berühmten Spiegelneuronen schuld?) Und so mache ich einige der Übungen mit und versuche dabei nicht zu rascheln, um die Aufnahme nicht zu stören und selbst ein paar Fotos vom Dreh zu schießen.

Wir filmen den ganzen Tag, bis die Energie nachlässt. Dann ist es Zeit für ein stärkendes Dinner im fränkischen Hugenotten-Städtchen.

Es vergeht nicht einmal eine Woche nach dem Drehtag, bis Carsten mir die ersten Kurz-Filme zuschickt. Die Post-Production hat er da längst erledigt. Fertig sind sie für „Meine 12 Minuten“. Ich beschreibe die Folgen, das neue Programm.

Schön war das, gerne wieder. Aber wenn zwei Dinge sicher sind, dann, dass 1) Dir „auf Deiner Yogamatte nichts passiert“ (O-Ton Alex ;-) ) und 2), dass es weitere Drehs geben wird. Für Dich. Dein Wohlbefinden – und ein bisschen auch, weil die gemeinsame Arbeit uns selbst solchen Spaß macht.

Namaste!

Über die Autorin

Nic Leonhardt
Nic begleitet das fitkurs-Team als freie Autorin und Texterin. Sie fasst Bewegung in Worte. Ein guter Tag beginnt für Nic stets mit Yoga und Gymnastik und kleinen ayurvedischen Ritualen.

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Nic Leonhardt

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