Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz – gar nicht so schwer

Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz

Heutzutage ist der Berufsalltag meist sehr stressig. Die eigene Ernährung wird dabei oftmals sträflich vernachlässigt. Es ist doch so einfach, vor einem Termin noch einmal am Imbisswagen vorbei zu gehen. Auch die Fastfood-Ketten sind für eine schnelle Mahlzeit immer willkommen. Und wenn der Hunger zwischendurch zu sehr plagt, wird zum Schokoriegel oder dem süßen Stückchen vom Bäcker gegriffen. Es geht aber auch anders.

Stress am Arbeitsplatz ist ein gern gewähltes Alibi, um das soeben beschriebene Essverhalten zu rechtfertigen. Dabei wissen Sie selbst, dass Sie sich damit keinen Gefallen tun. Beugen Sie Allergien, einer Arteriosklerose oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung lieber vor, anstatt sie zu fördern. Selbst das Risiko einer Krebserkrankung, die mit falschen Ernährungsgewohnheiten in Zusammenhang steht, kann durch eine gesunde Ernährung und viel Bewegung deutlich reduziert werden.

Dabei ist es gar nicht so schwer, im Büro gesund und ausgewogen zu essen. Hier einige hilfreiche Tipps für die erfolgreiche Umsetzung:

Frühstück als Grundlage für den Tag

Ein ereignisreicher Tag sollte niemals ohne ein ausgewogenes Frühstück beginnen. Auch Morgenmuffel sollten sich dafür Zeit nehmen. Ein vollwertiges und gesundes Frühstück ist die Basis für einen guten Start in den Tag. Und mit einem guten Start fällt es auch leichter, sich den Rest des Tages gesund und vernünftig zu ernähren. Das Frühstück darf gerne energiereich sein – ideal sind komplexe Kohlenhydrate, Proteine und gesunde Fette. Vor allem Haferflocken sind sehr gut geeignet, da sie lange satt halten. Diese können z.B. mit Quark oder Naturjoghurt und frischen Früchten/Obst kombiniert werden. (Beispiel: Rezept Overnight Oates). Auch Vollkornbrot/-brötchen mit pflanzlichen Brotaufstrichen, Honig oder Frischkäse ist empfehlenswert.

Die richtigen Snacks für zwischendurch

Irgendwann am Tag ist der tote Punkt erreicht, an dem nichts mehr geht. Doch so weit sollten Sie es gar nicht erst kommen lassen. Mit geeigneten und geplanten Zwischenmahlzeiten können Sie diese Leistungstiefs vermeiden. Damit erhalten Sie die Konzentrationsfähigkeit, füllen die Energiereserven wieder auf und bringen den Stoffwechsel in Schwung. Als Snacks für zwischendurch eignen sich zum Beispiel Müsliriegel (hier aber auf die Zuckermenge achten), Vollkornbrötchen, Obst oder Rohkost wie Karotten, Gurke oder Sellerie, die sich –kleingeschnitten – leicht in einer Frischhaltedose transportieren lassen. Auch Trockenfrüchte oder Nüsse sind ideale Snacks für zwischendurch.

Verteilen Sie also kleinere Zwischenmahlzeiten über den Tag um unkontrollierte Heißhungerattacken zu vermeiden. Die so beliebten Süßigkeiten oder Weißmehlprodukte lassen den Blutzuckerspiegel rasend schnell ansteigen, und nach kurzer Zeit ebenso schnell wieder abfallen – ein Teufelskreis! Wichtig ist auch, dass Sie die Zwischenmahlzeiten nicht während der Arbeit in sich rein stopfen. Da verliert man schnell den Überblick. Nehmen Sie sich bewusst eine kleine Pause und Essen in Ruhe. Dies wirkt sich nebenbei auch positiv auf Ihre Produktivität aus.

Gesund durch die Mittagspause

Endlich Mittagspause. Lassen Sie den Stress des Vormittags hinter sich und tanken Sie am Mittagstisch neue Energie. Auch das Mittagessen sollte Energie zuführen, jedoch nicht mehr ganz so üppig wie beim Frühstück. Am besten (und günstigsten) ist es, wenn Sie sich das Mittagessen von zu Hause mitbringen. Mit etwas Planung und Vorbereitung muss dies keine langweilige Scheibe Brot sein. Stellen Sie sich am besten schon am Abend davor ein schönes Lunchpaket zusammen und Sie sind gut versorgt. Das kann ein knackiger Salat sein, gezaubert aus verschiedenen Salatsorten mit Ei oder Thunfisch und Rohkost (Karotten, Weißkraut, Paprika, Gurke) und einer selbst gemachten Joghurtsoße. Auch gute Kohlenhydratquellen wie Reis oder Kartoffeln stehen zur Auswahl. Vielleicht ist ja noch etwas vom Vortag übrig, das Sie mitnehmen können. Natürlich spricht auch nichts dagegen, die Kantine zu nutzen, sofern diese vorhanden ist und nicht nur Schnitzel mit Pommes oder Spaghetti anbietet. Frisches Gemüse mit Steak und Salat wäre ein Beispiel ein sehr gutes Mittagessen.

Bitte ausreichend trinken!

Lebensnotwendige Nährstoffe können nur in gelöster Form in die Zellen eindringen. Deshalb sollten Sie am Tag mindestens zwei bei drei Liter trinken. Natriumarmes Mineralwasser ist dabei zu bevorzugen. Neben Wasser sind Gemüsesäfte und ungesüßte Tees ideal, da sie noch andere Mineralstoffe beinhalten. Kräutertee ist ebenfalls ein leckerer Durstlöscher und frisch gepresste Fruchtsäfte schmecken einfach fantastisch. Auch gegen den ein oder anderen Kaffee ist nichts einzuwenden, idealerweise natürlich ohne Zucker. Tipp: Stellen Sie eine Flasche oder ein großes Glas Wasser immer in Sichtweite, damit Sie ständig daran erinnert werden.

Fazit

Entscheiden Sie sich bewusst für eine gesunde Ernährung, wird es Ihnen nicht schwer fallen, auch am Arbeitsplatz nicht darauf zu verzichten. Disziplin und Beharrlichkeit werden sich auszahlen. Kombiniert mit regelmäßiger Bewegung werden Sie nicht nur fitter und leistungsfähiger, sondern an Attraktivität gewinnen und sich insgesamt wohler fühlen. Wunderbare Aussichten, oder?

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