Kein Medikament wirkt so gut wie Sport

Wie wirkt Sport auf unsere Gesundheit

In der Entwicklungsgeschichte des Menschen spielte Bewegung eine zentrale Rolle. Die Jäger und Sammler der Urzeit bewegten sich täglich viel und intensiv. Sie liefen lange Strecken, sie kletterten und schwammen. Deswegen ist unser Körper auch heute noch auf Bewegung ausgerichtet und nicht auf Sitzen oder Liegen. (Details dazu in der Infografik: 10.000 Schritte am Tag)

Unsere körpereigenen Systeme wie Knochen und Muskeln werden nur dann mit den notwendigen Nährstoffen versorgt, wenn sie in regelmäßigen Abständen bewegt und belastet werden. Belastungsreize dienen also der Gesunderhaltung des Körpers. Und das gilt in jedem Alter.

Was passiert, wenn wir keinen Sport treiben?

  • Einige Dinge entwickeln sich regelrecht zurück, zum Beispiel das Skelett-System: Der Gelenkknorpel hat wichtige Funktionen bei der Dämpfung und beim Gleiten eines Gelenks. Er sorgt dafür, dass mechanische Bewegungen reibungslos ablaufen. Er ist auf Bewegung angewiesen, um gut zu funktionieren. Bewegen wir uns nicht, bildet sich das Knorpel-Gewebe zurück. Es entsteht eine schmerzhafte Arthrose, bei der die Knochen im Gelenk aneinander reiben.
  • Wir werden schlicht und einfach dicker. Der Mensch ist von Natur aus ein Bewegungstier. Deswegen ist unser Körper immer bestrebt, Fettreserven anzulegen, damit die benötigte Energie zur Verfügung steht. Er legt diese Reserven allerdings auch dann an, wenn wir uns wenig bewegen. Dann werden sie nicht verbraucht, sondern in Form von Körperfett eingelagert.
  • Die Leistungsfähigkeit lässt deutlich nach. Dieser Verlust ist nicht etwa auf die biologische Alterung zurückzuführen, sondern ausschließlich auf eine inaktive Lebensweise: Dann verlieren wir 20 bis 40 Prozent unserer Muskelmasse zwischen dem 20. und dem 70. Lebensjahr und die Ausdauerleistung nimmt ab dem 30. Lebensjahr um bis zu 15 Prozent pro Jahrzehnt ab.

Und das passiert, wenn wir Sport treiben

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Senioren durch ein gezieltes Krafttraining das Leistungsniveau eines untrainierten 20- bis 30-Jährigen erreichen können. Ähnliches gilt auch für die Ausdauer. Wer regelmäßig trainiert, profitiert nach einer gewissen Zeit von allen positiven Effekten - unabhängig vom Einstiegsalter. Regelmäßiges Training

  • schützt vor Herzinfarkt und Schlaganfall,
  • fördert den Stoffwechsel,
  • hält den Geist fit,
  • stärkt die Knochen,
  • beugt Stürzen vor,
  • sorgt für besseren Schlaf,
  • macht gute Laune und
  • verlängert das Leben.

Was genau passiert mit unserem Körper beim Sport?

  • Das Gehirn wird besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Das steigert Konzentration und Denkvermögen.
  • Das Herz wird leistungsfähiger. Es benötigt weniger Stöße, um mehr Blut in die Gefäße zu pumpen. Dadurch sinken langfristig Blutdruck und Ruhepuls.
  • Durch Sport nimmt das Lungenvolumen zu. So gelangt mehr Sauerstoff pro Atemzug in den Körper. Entsprechend wird mehr Kohlendioxid ausgeschieden.
  • Sport aktiviert die körpereigenen Abwehrkräfte. Ein starkes Immunsystem macht den Körper resistenter gegen Infekte. Im Blutkreislauf befinden sich mehr Killerzellen, so können Keime und Zellschrott besser abtransportieren werden.
  • Die Muskulatur wird durch das Training aufgebaut. Starke Muskeln entlasten die Gelenke und bewahren sie vor Verschleiß. Und je mehr Muskeln aktiv sind, desto stärker wird auch der Fettstoffwechsel angekurbelt – mit einem nachhaltigen Effekt auf Fettabbau und eine gute Figur.
  • Sport ist der beste Schutz vor Osteoporose und Arthrose. Durch stetige Druck- und Zugbelastungen wird die Substanz erhalten - die Knochen werden wieder fester und zugleich elastischer.
  • Das Risiko, an Bluthochdruck, koronaren Herzkrankheiten, Diabetes mellitus Typ II, Adipositas, Darmkrebs oder Rückenleiden zu erkranken sinkt nachweislich.
  • Sport macht glücklich. Wer Sport treibt, erhöht die Menge an Serotonin und anderen Botenstoffen wie Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin. Serotonin wird oft auch als Glückshormon bezeichnet, da es die Stimmung aufhellt. Auch die gleichbleibenden, rhythmischen Bewegungen beim Training haben einen positiven Effekt auf die Psyche.

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Mehr Bewegung – mehr Gesundheit!

Als biologische Wesen mussten wir uns im Laufe der Evolution immer wieder neuen Umständen anpassen. Diese Fähigkeit haben wir uns bis heute erhalten. Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk und er hat eine ganz besondere Eigenschaft: seine unglaubliche Anpassungsfähigkeit.

Damit unser Körper möglichst lange Zeit gut funktionieren kann, will und muss er bewegt und belastet werden. Es ist sogar so, dass unsere biologischen Systeme umso besser funktionieren, je mehr wir sie fordern. Denn sie optimieren sich dann immer weiter auf die Anforderungen hin, denen wir sie aussetzen. Das hat zur Folge, dass wir unsere Leistungen kontinuierlich verbessern können, indem wir unserem Körper regelmäßige Leistungen abverlangen:

Wenn wir zum Beispiel regelmäßig laufen, können wir unsere Zeiten allmählich verbessern und wenn wir Kraftsport mit Gewichten betreiben, können wir mit der Zeit auch die Belastung steigern.

Die positive Wirkung von Sport stellt kaum jemand in Frage. Für die meisten Menschen stellen sich viel eher die Frage: Warum mache ich keinen Sport, obwohl ich doch weiß, dass es mir so gut tut?

Die wichtigsten Regeln für gesunden Sport

  1. Trainiere auf keinen Fall, wenn Du krank bist! Kuriere Dich immer ganz aus. Ein verschleppter Infekt kann im Extremfall das Herz angreifen.
  2. Trainiere Kraft und Ausdauer möglichst im Wechsel. So kann sich der Körper besser regenerieren und Regeneration ist ein wichtiger Bestandteil der körperlichen Fitness.
  3. Genauso wichtig wie regelmäßiges Training ist eine optimale Regeneration zwischen den Trainingseinheiten. Das heißt vor allem: viel Schlaf! Denn in der Nacht absolviert unser Körper ein umfangreiches Programm an Reparatur- und Aufbauarbeiten. Damit er sich vollständig regenerieren kann, müssen wir ihm außerdem eine gesunde und vielfältige Auswahl an Nahrungsmitteln zuführen. (Anregungen dazu in unserer Rubrik gesunde Ernährung)
  4. Für alle Übungen gilt: Qualität vor Quantität, d.h. die saubere Durchführung hat absolute Priorität! Nicht richtig ausgeführte Bewegungen aus Ermüdung oder wegen mangelnder Konzentration bringen immer auch ein (vermeidbares) Verletzungsrisiko mit sich.
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